Wasseraufbereitung

 

Oft liegen Theorie und Praxis weit auseinander

 

Im Bereich der Wasseraufbereitung können falsche Methoden der Wasser-entkeimung durchaus schwerwiegende Folgen haben.


Ich möchte hier Ausschließlich auf die Trinkwasseraufbereitung eingehen. Die Suche nach Trinkwasser wird in einem anderen Thema von mir behandelt.

 

Trinkwasser ist LEBENSWICHTIG. Der Mensch kann unter günstigsten Bedingungen ohne Wasser bis zu 5, unter extremgünstigen Bedingungen bis zu 7 Tage ohne Trinkwasser überleben. Hier handelt es sind jedoch um Extremfälle, welche schwere gesundheitliche Konsequenzen wie z.B. Nierenschäden mit sich bringen. Je nach Jahreszeit und Ort können Sie unter ungünstigen Umständen sogar nur 1 Tag ohne Trinkwasser überleben.

 

Um dies zu vermeiden, muss unter jeden Umständen getrunken und ständig Wasser gesucht werden.

 

 

Es gibt unterschiedliche Methoden der Wasseraufbereitung.

Doch welche Methoden eignen sich wirklich für die Praxis?

 

Improvisierter Wasserfilter

 

Ein improvisierter Wasserfilter ist interessant, kann ich aber niemandem empfehlen. Einerseits ist die Beschaffung der Materialien aufwendig, zum anderen dauert es viel zu lange, um auch nur eine kleine Menge an Trinkwasser zu erzeugen. Hinzu kommt, dass diese Form des Filters nicht zuverlässig ist. Ein vernünftiger, gekaufter Wasserfilter hilft da schon eher, ist aber mit Krafteinsatz verbunden und ebenfalls nicht zu 100 % sicher und zuverlässig. Die Methode der Sterilisierung der Keime durch UV-Licht ist ebenfalls zu unzuverlässig und die Dauer der Wasseraufbereitung viel zu lang.

 

Ein improvisierter Wasserfilter ist meineserachtens ausschließlich dafür geeignet, um Schwebstoffe oder Trübungen im Wasser zu entfernen. Das Wasser sollte trotzdem abgekocht werden.

 

Hinweis

 

Unbrauchbares Trinkwasser ist im Katastroben- oder Fluchtfall ein ernstzunehmendes Problem. Ein einfacher Durchfall aufgrund von verunreinigtem Wasser kann im Fluchtfall das K.O. Kriterium im Katastrophenfall sogar tödlich sein.

Muss doch bei Durchfall der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen werden. Aber wie, wenn Sie durch unbrauchbares Wasser Durchfall bekommen haben und kein sauberes (aufbereitetes) Wasser zur verfügung steht.

 

Sie werden recht schnell merken, dass die Methode des Abkochens von Wasser die zuverlässigste und einfachste Methode sein wird, besonders dann, wenn Ihnen kein Wasserfilter oder chemische Produkte wie Wasseraufbereitungstabletten zur Verfügung stehen.

Im Übrigen reichen 70°C aus, um das Wasser genießbar/trinkbar zu machen. Das Wasser muss also nicht zwangsläufig zum Kochen gebracht werden. Allerdings ist es schwierig, festzustellen ob das Wasser nun 70°C oder nur 55°C hat.

 

 

Wasserfilter

 

Bei der Auswahl von Wasserfiltern sollten Sie nur auf namhafte Hersteller setzen. Nur Markenprodukte garantieren eine risikofreie Filtration. Achten Sie beim Kauf eines mechanischen Wasserfilters auf eine garantierte Porengröße von mindestens 0,1 Mikron. Diese ist erforderlich um Bakterien und Protozoen sicher aus dem Wasser zu filtern.

 

Achtung! Es werden jedoch keine Viren oder auch chemischen Stoffe aus dem Wasser gefiltert. Erst ab einer Porengröße von 0,2 Mikron werden zumindest Viren sicher aus dem Wasser gefiltert.

Mehr zum Thema Wasserfilter :hier

 

 

Wasserentkeimungstabletten

 

Durch eine für den Menschen ungiftige chemische Reaktion werden durch Wasserentkeimungstabletten Viren, Bakterien und oft auch Parasiten abgetötet, sodass Sie das Wasser ohne Bedenken zu sich nehmen können. Wogegen die einzelnen Präparate genau eingesetzt werden können, entnehmen Sie der Herstellerbeschreibung.

 

Wasserentkeimungsmittel (-Tabletten) sollten allerdings nicht auf Dauer genutzt werden. Die Produkte sind eher als Backup zu sehen. Vorzugsweise sollten immer andere Methoden verwendet werden, um das Wasser genießbar/trinkbar zu machen.

 


SODIS-Methode

 

Solar Water Disinfection ist ein einfaches Verfahren, bei dem eine klare und saubere PET-Flasche mit vorher grob gefiltertem Schmutzwasser gefüllt und danach für mindestens 6 Stunden in die pralle Sonne gelegt wird. Das Wasser darf nicht zu sehr getrübt sein, (unter 30 NTU), da die Methode sonst nicht funktioniert. Als grobe Faustregel könnte man sagen, dass man unter 30 NTU noch gerade so Schrift auf Papier durch die gefüllte Flasche lesen kann.

Das UV-A Licht der Sonne und die Erwärmung des Wassers töten die meisten schädlichen Mikroorganismen im Wasser ab, es ist danach trinkbar. Ist es leicht bewölkt, wiederholt man das Verfahren am Folgetag. Die Methode funktioniert nur bis zu einer Flaschengröße von 3 Litern.


Alle (ungefärbten) durchsichtigen PET-Flaschen sind geeignet es wird kein Strom benötigt einfach Flasche in die Sonne legen und warten.

 

Hinweis

 

Auch scheinbar klares, fließendes Wasser sollten Sie immer aufbereiten!

 

Produktempfehlung für eine Wasserfilterpumpe:

 

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 28.09.2019