Sicherung des Nachtlagers

 

Zwangsläufig müssen Sie sich im Fluchtfall ein Nachtlager suchen, in dem Sie eine oder auch mehrere Nächte verbringen. Sofern Sie nicht die Nacht aus taktischen Gründen zur Flucht nutzen, ist das Biwakieren die Phase, in der Sie sich erholen können und  neue Energie für den nächsten Tag sammeln können.

 

Nutzen Sie den Tag als Ruhe- und Erholungsphase, um aus taktischen Gründen nachts Ihre Flucht vorzusetzen, so sollte Ihr Lager umso mehr zumindest optisch geschützt oder getarnt sein.

 

Der Idealfall für ein Lager ist natürlich ein Ort, der schwierig bis gar nicht endet werden kann. Der Beste Schutz ist ein Lager, das man erst gar nicht findet.

 

Dies setzt allerdings voraus, dass Sie einige Grundregeln für den Aufbau und die Auswahl Ihres Lagers beachtet haben.

 

Unter Umständen haben Sie ja die Möglichkeit, einen Platz auszuwählen, der nur von einer oder zwei Seiten erreicht werden kann. Somit können Sie eventuell dafür sorgen, dass der Gegner wenn überhaupt aus einer vordefinierten Richtung kommt. Denken Sie aber auch daran, dass Sie eventuell eine Fluchtoption aus Ihrem Lager in der Hinterhand haben.

Daher ist die Erkundung des Bereiches um den Lagerplatz äußerst Wichtig. Sorgen sie auch dafür, dass die Fluchtoption (das Ausweichen) im Vorfeld mit der Gruppe abgestimmt ist.

 

Ist der Laufweg zu Ihrem Lager zum Beispiel durch frische Fußspuren ihrer Gruppe schon zu erkennen, so dürfen Sie sich nicht wundern, dass wer auch immer auf einmal in Ihrem Lager steht. Verwischen Sie daher Spuren, die auf Ihren Lagerort deuten könnten.

 

Tarnen Sie Ihr Lager. Nutzen Sie für Ihr Zelt, Tarp und die Ausrüstung wie Rucksack, Taschen und die Bekleidung ausschließlich gedeckten Farben. Hilfreich sind dunkle Grüntöne (oliv), Braun oder grau jedoch sollten Sie zumindest bei der Kleidung auf Tarnmuster verzichten.

 

Ihr Lager sollte sich harmonisch in die Natur einfügen. Ist Ihr Lager optisch nicht zu erkennen, ist dies eine gute Grundlage für die Sicherung Ihres Nachtlagers.

 

Schauen sie sich Ihr Lager aus einer größeren Entfernung an. Eventuell müssen Sie mit Tarnmitteln, die Sie in der Natur finden nacharbeiten, um zum Beispiel die Signatur eines Zeltes zu verwischen.

 

 

Auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass sich die schwarze Jacke von der Umgebung besonders hervorhebt! Aus der Entfernung verwischen die Konturen des Tarps und die der restlichen Ausrüstung in oliv. Die schwarze Jacke ist immer noch zumindest am Tag zu erkennen.

 

 

Verräterische Indikatoren

 

Verräterische Indikatoren auf Ihren Lagerort können Feuer, Rauch aber auch Lärm sein. In der Nacht kann ein Feuerschein über mehrere Kilometer war genommen werden, gleiches gilt für Lärm und am Tag oder in der Dämmerung auch der Rauch.

 

Hier gilt es entsprechende Verhaltensregeln an den Tag zu legen, um unerkannt zu bleiben.

 

Natürlich gibt es Möglichkeiten Ihr Lager zu schützen. Abgesehen von selbstgebauten Fallen oder ähnlichen Hilfsmitteln, die unschöne Verletzungsmuster verursachen oder gar zum tod führen, können einfache Maßnahmen dafür sorgen, dass Sie zumindest rechtzeitig über eine sich nähernde Gefahr informiert werden.

 

Hier sind beispielsweise Stolperdrähte hilfreich, die ein akustisches Signal auslösen. Als akustisches Signal können mit Steinen gefüllte Blechdosen sein, die beim Umkippen oder herabfallen Geräusche von sich geben. Auch Pyrotechnischen Signalmitteln können  über einen Stolperdraht ausgelöst werden.  Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für den Bau solcher  Signaleinrichtungen. Sie sollten natürlich auch daran denken, dass je nach Art der akustischen oder optischen Auslösung auch der Gegner darüber informiert ist, dass er sich im Nahbereich eines geschützten Bereiches befindet.

 

Nutzt Ihr Gegner Nachtsicht- oder Wärmebildgeräte gilt es die eigene Wärmesignatur zu verschleiern. Dies geht allerdings nur mit entsprechenden zugelassenen und echten militärischen Tarndrucken z.B die der Bundeswehr nach TL.

 

Auch eine Rettungsdecke kann dazu genutzt werden sich vor Nachtsicht- oder Wärmebildgeräten zu schützen. Hier sollte allerdings eine Rettungsdecke eingesetzt werden, die auf einer Seite Oliv beschichtet ist. (siehe Beispiel)

 

Rettungsdecke SILBER/OLIV

 

 

Verlassen sie Ihr Lager regulär, so müssen Sie dafür sorgen, dass man nicht erkennen kann, dass Sie an diesem Ort biwakiert haben. Alle Spuren müssen beseitigt werden.

 

Vergraben Sie zum Beispiel Ihren Müll und tarnen die Stellen! Auch die Feuerstelle muss zwingend zurückgebaut und getarnt werden.

 

Beim Thema Müll vergraben möchte ich anmerken, dass im Normalfall IMMER der Müll mit aus dem Wald genommen wird. Verschmutzt bitte nicht unsere Natur mit Unrat der Zivilisation!!

Das vergraben des Mülls ist eine Option im tatsächlichen Fluchtfall. Im Fluchtfall kann der Müll natürlich auch berbrannt werden.

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 28.09.2019