Kommunikationsmittel für den Krisen- und Katastrophenfall

 

Insbesondere bei Katastrophenfällen zeigt es sich immer wieder, dass Familien auseinandergerissen werden.  Katastrophenfälle sind oftmals nicht vorhersehbar. Somit ist es durchaus normal, dass uns ein solches Ereignis in der Nacht, auf der Arbeit oder wo auch immer überrascht.

 

Sind Sie z.B. auf der Arbeit und haben ein schweres Erdbeben überlebt, stellt sich schnell die Frage, was ist aus meiner Familie geworden?

 

Übliche Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone, Festnetz oder das Internet werden in den meisten Fällen nicht mehr funktionieren. Entweder ist das Mobilfunknetz in der ersten Phase überlastet oder das Netz, gleich welcher Art ist durch das Ereignis zerstört worden.
 

Kommunikationsmittel


Kommunikationsmittel sind Geräte, mit denen Sie Verbindung zur Außenwelt aufnehmen können. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Sie im Krisen- oder Katastrophenfall Senden und Empfangen können.

 

Kommunikation kann in der ersten Phase eines Ereignisses auch nur das Empfangen von Nachrichten sein. Üblicherweise sollte das Empfangen von Nachrichten über einen Radio erfolgen. Meist werden über diese Medien Informationen zur aktuellen Lage weiter-gegeben. Diese Informationen können nicht nur nützlich sondern unter besonderen Umständen auch Lebenswichtig sein.

 

Da bei größeren Katastrophen meist auch der Strom ausfällt, benötigen Sie einen Radio, der zumindest mit Batterien betrieben werden kann. Batterien sollten somit ebenfalls zur Grundausstattung der Kommunikationsausstattung gehören.

 

Idealerweise kaufen Sie sich einen Radio, der  nicht nur mit Batterien betrieben werden kann, sondern auch über eine Solarfunktion und/oder einen Kurbeldynamo verfügt. Gute und brauchbare Modelle bekommen Sie schon für 45,-€. 

Achten Sie darauf, dass der Radio neben UKW/MW/LW auch über KW (KurzWelle) verfügt. Diese Geräte werden meist als Weltempfänger bezeichnet und verkauft.

Nur über die KurzWelle haben Sie die Möglichkeit, auch weitentfernte ausländische Radiosender zu empfangen.

 

Wichtige Info zum Radioempfang

 

Beinahe unbemerkt wurde in Deutschland und in Teilen von Europa die Langwelle (LW), Mittelwelle (MW) und teils auch die Kurzwelle (KW) abgeschaltet. Die Abschaltung in Deutschland erfolgte bereits 2015.

 

Auch der UKW empfang, den jeder kennt und vermutlich auch jeder in seinem PKW nutzt, soll abgeschaltet werden. In Norwegen wurde im Januar 2017 mit dem Rückbau begonnen, in Deutschland wird eine Abschaltung im Jahr 2020 (also in 3 Jahren) anvisiert.

 

Für die Informationsgewinnung im Flucht- oder Katastrophenfall ist dies natürlich ein erhebliches Problem. Zwar ist es technisch relativ einfach auf solchen Wellen zu senden, jedoch stellt sich die Frage, wer dies in der Krise tut und ob auch brauchbare Informationen über den Äther gesendet werden.

 

Für die Zukunft ist zwar flächendeckend Digitalempfang (DAB/DAB+) angedacht, jedoch ist dieser nicht sonderlich Krisentauglich und zudem äußerst anfällig.

 

Produktbeispiel für ein Multi Band Outdoorradio jedoch ohne DAB/DAB+:

 

 

Wer sich schon für die Zukunft eindecken möchte, sollte wenn auch nicht 100% Krisentauglich schon auf DAB und zumindest noch UKW setzen. Dieser Radio empfängt jedoch keine KurzWelle, die auch weitentfernte ausländische Radiosender empfangen kann.

 

Produktbeispiel für ein DAB Solarradio mit UKW:

 

 

 

 

 

Mobiltelefone

 

 

Handys, Smartphones sind in unserer heutigen Zeit kaum noch wegzudenken! Sofern das Mobilfunknetz zur Verfügung steht und das Netz nicht überlastet ist,  sind Mobiltelefone ohne Frage das geeignete Mittel, um Informationen oder Lagemeldungen von Ihren Familienmitgliedern zu erhalten.

 

Im Fluchtfall kann ein Mobiltelefon schnell zum Verhängnis werden. Je nach Hintergrund Ihrer Flucht ist der Aufenthaltsort Ihres Mobiltelefons recht einfach herauszufinden. Für einen solchen Fall sollten Sie eine unregistrierte SIM Karte (SIM-Karte, die nicht mit Ihnen in Verbindung gebracht werden kann) verwenden. Unter Umständen benötigt Ihr Partner ebenfalls eine unregistrierte SIM Karte. Andernfalls könnte nach dem ersten Telefonat mit Ihrer Familie die Karte unbrauchbar werden, da die Rufnummer dann bekannt ist und geortet werden kann.

 

Idealerweise sind einfach Handys von der Akkulaufzeit (meist bis zu einer Woche und mehr) klar im Vorteil. Modernen Smartphones, haben oftmals nur eine geringe Akkulaufzeit.

 

Im Krisen- oder Katastrophenfall sind Mitteilungen, die über Massanger geschrieben werden ebenfalls hilfreich. Ein modernes Smartphone sollte daher immer im Fluchtgepäck mitgeführt werden.

 

Schalten sie das Smartphone oder Handy aus, wenn Sie es nicht benötigen. Machen Sie im Vorfeld Zeiten mit Ihrer Familie aus, an denen Sie erreichbar sind. So sparen Sie Akku.

 

 

Funkgeräte

 

 

Eine weitere Kommunikationsmöglichkeit können Funkgeräte sein. Hier haben Sie die Möglichkeit zu Senden und zu Empfangen.

 

Für kleinere Entfernungen können solche PMR Geräte durchaus hilfreich sein. Im Fluchtfall mit Ihrer Familie können Sie auf begrenztem Raum untereinander kommunizieren. Denken Sie aber daran, dass der gesamte Funkverkehr mitgehört werden kann, was je nach Fluchthintergrund problematisch ist. Auch Funkgeräte können angepeilt werden. Ihr Standort kann also ausfindig gemacht werden.

 

Einfache PMR Funkgeräte die eine reale Reichweite von 2 bis 5 km haben, können im Fluchtgepäck eine Hilfreiche Ergänzung sein. Die Gruppe kann sich auf begrenztem Raum voneinander trennen und dennoch kommunizieren.

 

Für größere Reichweiten sind CB Funkgeräte erforderlich. Mit CB Handfunkgeräten und einer modifizierten Antenne (Wurf- oder Drahtantenne) können Sie unter idealen Bedingungen mehrere hundert Kilometer funken.

 

Mehrere Versuche zeigten, dass mit einem Handfunkgerät mit einer Sendeleistung von

4 Watt und einer daran befestigten Wurf- /Drahtantenne unter idealen Bedingungen von Schweden bis nach Bayern gefunkt werden konnte.

 

CB Funkgeräte können somit auch zur Informationsgewinnung genutzt werden.

 

Produktbeispiel für ein PRM Gerät: Hier geht es zum Artikel

Produktbeispiel für ein CB Handfunkgerät: Hier geht es zum Artikel

 

 

Internet

 

 

Was würden wir heute ohne Internet machen???

 

Meines Erachtens ist das Internet die wohl wichtigste Erfindung in den letzten 100 Jahren. Heute werden fast alle Informationen, Anleitungen zu welchem Thema auch immer über das Internet verbreitet. Alles was in der Welt passiert, wird über dieses Medium meist unmittelbar verbreitet.

 

Wenn die Krise wirklich ausbricht, könnten die üblichen Kommunikationswege unterbrochen werden. Vielleicht geht Ihr Internetprovider pleite, vielleicht wird das Internet zensiert oder aber es kommt schlicht kein Strom mehr aus der Steckdose, sodass das Internet letztlich nicht mehr genutzt werden kann.

 

Bei einem flächendeckenden Totalausfall des Internets können Sie z.B. nicht mehr mit Ihrer EC Karte einkaufen. Sie bekommen kein Geld mehr am Geldautomat und Sie kommen nicht mehr an die Informationen heran, die im Krisen- oder Katastrophenfall wichtig sein könnten.

 

Bei einer Zensur des Internets, wird Ihnen eventuell ein Großteil von wichtigen Informationen aus der restlichen Welt vorenthalten.

 

Zwar können Sie die Internetzensur teilweise umgehen, aber eine funktionierende Telefonleitung benötigen Sie immer noch. Fällt das reguläre Internet aus, können Sie sich (sofern die Telefonleitung noch funktioniert) über alternative Möglichkeiten in das Internet einwählen. Dies müssen Sie aber unbedingt vor Ausbruch der Krise tun, nachher kommen Sie nicht mehr an die notwendigen Daten heran, um sich auf anderem Wege ins „www“ einzuwählen. Auch zusätzliche Hardware ist hierfür erforderlich und sollte vor der Krise beschafft werden.

 

Wie eine solche Einwahl z.B. über ausländische Dienste auch ohne Ihren Internetprovider funktioniert, können Sie im „www“ recherchieren.

 

Letztlich benötigen Sie:

  1. Eine aktive Telefonverbindung (Mobil- oder Festnetz)

  2. Das gute alte Einwählmodem (Dial-Up) oder einen Laptop der ein eingebautes Modem hat

  3. Einwahltelefonnummer (mit internationaler Telefonvorwahl!)

  4. Benutzername und Kennwort

Die Informationen zu P3 und P4 müssen Sie unbedingt vor der Krise recherchieren! Suchen Sie z.B. nach dem Begriff: „free dial-up“

 

Sonstiges


In der heutigen Zeit ist das Mithören von Behördenfunk mittels Scanner kaum noch möglich. Behörden wie Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste usw. nutzen mittlerweile Digitalfunk. Dieses Digitalfunknetz ist ähnlich einem Mobilfunknetz aufgebaut und zudem verschlüsselt.

 

Gleiches gilt für den militärischen Funk. Auch dieser ist digital und verschlüsselt. Solche Netze abzuhören bedarf einer Technik, die im privaten Bereich kaum zum Einsatz kommt und auf legalem Weg nicht zu beschaffen ist.

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 08.03.2019