Der Hitzschlag und wie kann ich vorbeugen?

 

Bei den aktuellen klimatischen Bedingungen in unserer Region, rückt das Thema Hitzeschäden durch Überanstrengung immer mehr in den Vordergrund. Sind wir beispielsweise auf der Flucht und das bei erhöhten Außentemperaturen, droht schnell die Gefahr eines Hitzschlages. Dabei sind Erstversorgung und Behandlung von Hitzeschäden genauso wichtig wie die Prävention.

 

Wichtig ist es! Für einen Hitzschlag muss es nicht unbedingt heiß sein. Vielmehr entsteht ein Hitzschlag dann, wenn die Körperkerntemperatur stark ansteigt und der Körper die Wärme nicht abgeben kann und es so zu einem weiteren Anstieg kommt. Bei der Muskel­arbeit wird weniger als ein Viertel der eingesetzten Energie in mechanische Bewegung umgewandelt, drei Viertel müssen als Wärme abgegeben werden. Dies gelingt dem menschlichen Körper in erster Linie durch Schwitzen. Ist diese Funktion durch zu warme oder falsche Kleidung oder durch das Tragen des Rucksacks eingeschränkt, verliert der Körper diese Möglichkeit zur Thermoregulation und es kommt zum Wärmestau. Bei anstrengenden körperlichen Tätigkeiten, selbst bei Minusgraden, kann es so auch unabhängig von der Außentemperatur zum Hitzschlag kom­men.

 

In Anbetracht der Situation unterscheiden wir unter einem Hitzekollaps und einer Hitzeerschöpfung. Während man eine Hitzeerschöpfung meist durch Ruhe, Schatten und Trinken gut und auch schnell in den Griff bekommt, ist ein Hitzschlag oder der Hitzekollaps eine lebensbedrohliche Situation, auf die sofort reagiert werden muss. Eine zu hohe Kör­perkerntemperatur wirkt schädigend auf den Gesamtorganismus und kann in kurzer Zeit zu einem Multiorganversagen führen „also zum TOD“!

 

Die ersten Symptome

 

Es wichtig, auf erste Symptome wie Verwirrtheit, Erregung, Aggressivität, Schwindel, Übelkeit oder auch Krampfanfälle zu achten. „Im Zweifel gibt eine rektale Temperaturmessung „der Thermometer im Po“ Gewissheit. Sollten hier Werte über 40,5°C gemessen wer­den, muss von einem Hitzschlag ausgegangen werden. Dann heißt es, die Körperkerntemperatur schnellst­möglich zu senken.“ Dazu sollten die Person entkleidet und dann mit allen zur Verfügung ste­henden Mitteln gekühlt werden. Dies kann das Wasser aus der Trinkflasche sein, aber auch fließendes Gewässer oder Druckluft bei zuvor benetzter Haut eignen sich für die Erstversor­gung eines Hitz­schlags. Hilfreich sind auch feuchte mit Wasser getränkte Umschläge, Coolpacks, die auf Arme, Beine, in den Nacken und auf die Leiste gelegt werden. Von hier verteilt sich die kühlende Wirkung am besten. Aber Vorsicht: Coolpacks nie direkt auf die bloße Haut legen, um lokale Erfrierungen zu vermeiden.

 

Die Ersten 30 Minuten

 

Ziel der Erstver­sorgung ist es, die Körperkerntemperatur in den ersten 30 Minuten wieder unter 40°C zu bringen. Je länger die überproportional erhöhte Körperkerntemperatur, anhält und je höher diese Temperatur ist, desto schlechter sind die Heilungs­chancen. Im schlimmsten Fall folgt dem Hitzschlag eine systemische Entzündungs­reaktion des Organismus, die im ganzen Körper stattfindet und die Behandlungsmöglichkeiten wei­ter einschränkt. Im Übrigen ist der Hitzschlag eine Erkrankung, die auf dem weiteren behandlungsweg unbedingt im Krankenhaus überwacht werden muss.

 

Faktoren, wie beispielsweise Temperatur, Luft­feuchtigkeit, Belastung, Kleidung, Ausrüstung, Erkrankungen oder Akklimatisation beeinflussen im Zusammenspiel die Wahrscheinlichkeit, ob eine Person einen Hitzschlag erlei­den kann. Diesen kann oftmals mit relativ ein­fachen Mitteln begegnet werden. Wenn möglich sollten körperlich fordernde Tätigkeiten in den kühlen Morgenstunden stattfinden. Dies kann im Fluchtfall auch bedeuten, dass Sie nachts marschieren und tagsüber ruhen müssen. Wichtig sind auch Trink- und Ruhepausen,  diese sollten auf die Belastung abgestimmt werden.

 

Sport und Fitness können hilfreich sein

 

Nur wer sportlich ist und sich fit hält, kann extreme Leistungen bringen. Sport, Ausdauertraining und die allgemeine Fitness spielen eine ganz besondere Rolle. Im krisenbedingten Fluchtfall werden unter Umständen extreme Leistungen von unserem Körper abverlangt! Nur wer im Vorfeld etwas für seinen Körper tut, kann in Fall „X“ auch seine volle Leistung abrufen.

Aber auch das erkennen seiner eigenen Leistungsgrenzen spielt eine ganz besondere Rolle. Auch diese auszuloten sollte im Vorfeld und nicht erst am Fluchttag erfolgen. Sind Sie in einer Gruppe unterwegs, sollten Sie immer auf Ihren Nebenmann oder Nebenfrau achten um bei ersten Anzeichen eines Hitzschlags frühzeitig einzugreifen.

 

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 08.03.2019