Gebrauchte Atemschutzmasken für den Krisenfall

 

Über einen anderen Kanal beziehungsweise Blog, bin ich indirekt auf das Thema gebrauchter Atemschutzmasken aufmerksam geworden.

 

Mein Standpunkt zu gebrauchten Masken, meist aus militärbeständen steht noch heute. Ich kann für Laien nur abraten, sich gebrauchte Atemschutzmasken für die Krisenvorsorge zu beschaffen.

 

Das hat nichts damit zu tun, dass ich für Artikel, die ich auf meiner Seite bewerbe und die dann auch gekauft werden einen Obolus bekommen, sondern mit der Tatsache, dass Sie kaum in der Lage sind, gebrauchte Masken auf Ihre Funktion und somit auf die Einsatzfähigkeit zu überprüfen.

 

Zwar haben Sie die Möglichkeit der Dichtsitzkontrolle mittels sog. „Handballenprobe“ diese ist aber immer vom Vermögen der Maskenträger zur korrekten Durchführung abhängig. Subjektiv bedingt können sich Fehler einstellen.

 

Jedoch ist die Dichtsitzkontrolle kein Garant für eine sichere und auch dichte Maske, sondern dient der kurzen Funktionskontrolle vor dem Einsatz. Beispielsweise werden Atemschutzmasken bei der Feuerwehr ½ jährlich überprüft und das nicht ohne Grund.

 

 

 

Um das Thema etwas zu unterstreichen, habe ich mit Kollegen gebrauchte Atemschutzmasken aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen.

 

Da ich die Möglichkeit habe, Atemschutzmasken auf einem modernen, digitalen Prüfstand prüfen zu lassen, haben wir dies auch getan.

 

Das Ergebnis der Prüfung können Sie nachstehend einsehen.

 

 

Kaum eine gebrauchte Maske hat die Prüfung gemäß DIN EN 136 bestanden.

 

Zwar bestand bei der ein oder anderen Maske die Möglichkeit einer Nacharbeit oder dem Austausch von Bauteilen, jedoch konnte unter dem Schnitt festgestellt werden, dass gebrauchte Atemschutzmasken nicht zwangsläufig sicher sind. Lediglich eine Maske war auf Anhieb Einsatzbereit.

 

Dies ist schon bedenklich!

 

Für den Laien wird es hier schwierig, da die wenigsten nicht die Möglichkeit haben, Atemschutzmasken fachgerecht prüfen und instand setzen zu lassen, da die Prüfung einer alten Maske oftmals teurer ist als der Anschaffungspreis der zu prüfenden Maske.

 

Um hier noch einmal einen Schritt weiterzugehen, habe ich mir ein Maskenprüfgerät aus Altbeständen der Bundeswehr gekauft. Zwar hatte ich zugriff auf ein solches Gerät, jedoch war dies defekt.

 

 

Hier wollte ich letztlich herausfinden, ob mit solchen Geräten die Prüfung von Masken für Jedermann möglich ist.

 

Solche Prüfkoffer findet man hin und wieder noch in online Auktionshäusern.

 

 

 

Letztlich konnte zumindest bei einem Teil von alten Masken, die ich selbst besitze und die ebenfalls mit dem digitalen Prüfgerät zuvor geprüft wurden ein verwertbares Prüfergebnis erzielt werden.

 

Überraschend war hier das Prüfergebnis, welches nur marginal vom digitalen Prüfgerät abwich.

 

Zumindest die tatsächlichen Undichten „Überdruck/Unterdruck“ wurden erkannt.

Besonders die Unterdruckprüfung ist von besonderer Relevanz. 

Ist die Maske bei der Unterdruckprüfung außerhalb des Toleranzbereiches undicht, besteht immer die Gefahr, dass Sie Atemgifte über die Undichte einatmen können. Je nach Gefahrstoff, vor dem Sie sich schützen möchten, kann dies schon zu Problemen führen.

 

Fazit

 

Natürlich können Sie sich gebrauchte Atemschutzmasken kaufen. Haben Sie die Möglichkeit diese zu prüfen oder sind diese nicht sonderlich alt und überlagert (Höchstens 15 Jahre), so greifen Sie beherzt zu.

 

Wie Sie aus dem Prüfergebnis sehen können, sind teils Instandsetzungen oder der Austausch von teilen nach dem Kauf erforderlich, um die Maske Einsatzbereit zu machen.

 

Ein Tipp: Oftmals werden Masken aus Feuerwehrbeständen verkauft, da diese auf einen neuen Maskentyp oder ein neues System umgestiegen sind. Hier bekommen Sie teils noch geprüfte Masken für einen guten Preis.

 

Masken aus Militärbeständen würde ich persönlich nicht kaufen. Selbst die aktuelle Maske der Bundeswehr M2000 wurde bereits in Teilen ausgemustert, da es Probleme mit dem Trinkanschluss gab.

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 22.05.2024