Der richtige Kocher

 

Die Zubereitung von Lebensmitteln aber auch für das Abkochen von Wasser erfordert neben dem geeigneten Kochgeschirr auch einen Kocher.

 

 

Natürlich kann für das Kochen auch ein offenes Feuer genutzt werden. Dies ist allerdings nicht immer von Vorteil. Zudem ist eine solche Art zu Kochen über Wochen oder gar Monate zu aufwändig.

Hilfreich ist dann ein Kocher! Um den geeigneten Kocher für den Fluchtrucksack zu finden, sollte man sich zunächst mit den Leistungsmerkmalen der unterschiedlichen Kocher auseinandersetzen.

Nicht jeder Kocher ist für das richtige Kochen geeignet. Einige Modelle sind eher für das erhitzen von Fertiggerichte oder das Kochen einer Suppe, dem Tee oder Kaffee gedacht.

 

Spiritus Kocher

 

Spirituskocher sind wegen der einfachen Handhabung sehr beliebt.

Ein großer Nachteil des Spirituskochers liegt im geringen Heizwert des Spiritus.

Bei Minustemperaturen muss der Spiritus vorgewärmt werden, außerdem ist der Kocher bei niedrigen Temperaturen sowie dünner Luft weniger leistungsfähig. Aus diesen Gründen wird der Spirituskocher bei extremen Touren nur selten verwendet.

Beim umkippen des Kochers besteht zudem die Gefahr einer Brandausbreitung. Spiritus brennt nahezu ohne sichtbare Flamme ab.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher eher ungeeignet. Spirituskocher können z.B. für das erwärmen von Fertiggerichten oder dem Kochen einer Tasse Tee oder Kaffee genutzt werden.

 

 

Notkocher mit Brennstoffpaste

 

Bei der Brennpaste handelt es sich meist um eingedickten Spiritus.

Die Heizleistung ist hier allerdings noch etwas geringer als beim reinen Spirituskocher. Dies liegt an den beigesetzten Verdickungsmitteln.

Der Vorteil bei diesen Kochern ist die sichere Verwendung. Ein umgefallener Kocher kann einfach wieder aufgerichtet werden. Es läuft kein Brennstoff aus.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher eher ungeeignet. Notkocher mit Brennstoffpaste können z.B. für das erwärmen von Fertiggerichten oder dem Kochen einer Tasse Tee oder Kaffee genutzt werden.

 

 

Kocher für Tablettenförmige Brennstoffe

 

Besser bekannt unter Esbit Kocher. Esbit ist eine Abkürzung für „Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform und somit ein Markenname oder eine Handelsmarke.

 

Unter dem Markenname vertriebene Kocher aber auch die Bundeswehr variante haben einen etwas höheren Brennwert als Spirituskocher. Die Kocher können auch mit dem Trockenbrennstoff Trioxane verwendet werden. Dieser Trockenbrennstoff wird z.B. bei der US Army verwendet. Das Mitführen von größeren Mengen an Trockenbrennstoff als aber auch die Beschaffung des Brennstoffs ist im Krisenfall eher schlecht.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher eher ungeeignet. Esbit Kocher können z.B. für das erwärmen von Fertiggerichten oder dem Kochen einer Tasse Tee oder Kaffee genutzt werden.

 

Holzkocher mit Holzvergaser

 

Der Holzkocher mit Holzvergaser ist eine Weiterentwicklung vom Hobo-Ofen/Kocher. Der Kocher besteht aus einer Doppelwand in der Luft und Gas zirkulieren kann.

In der Brennkammer wird trockner Brennstoff (z.B. Holz), oder andere Biomassen entzündet.

Aus den oberen Löchern in der Brennkammer strömt das Gas-Luftgemisch und verbrennt sauber.

So entsteht ein hoher Wirkungsgrad, man braucht wenig Brennstoff.

Sobald das Gas-Luftgemisch aus den oberen Löschern brennt, ist keine Rauchentwicklung mehr festzustellen. Der Kocher kann auch im Dauerbetrieb verwendet werden.

 

Der Nachteil liegt natürlich in der Beschaffung von trockenem Brennstoff wie z.B. Holz. Der Kocher ist nicht sofort einsatzbereit. Letztlich müssen Sie erst einmal ein Feuer im Brennraum entfachen.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher bedingt geeignet. Holz ist ein nachhaltiger Brennstoff, den Sie vermutlich fast überall finden.

Der Kocher kann durchaus zum Zubereiten von vollwertiger Nahrung verwendet werden.

Die Kocher dürfen nicht in geschlossenen Räumen oder Zelten verwendet werden! Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid!

 

Gaskocher

 

Gaskocher sind Kocher, die Flüssiggas (meist Butan, Propan oder eine Mischung aus beiden Gasen) aus Gaskartuschen verbrennen. Gaskocher sind einfach in der Bedienung, sofort einsatzbereit und sauber in der Anwendung, da Gas rückstandsfrei verbrennt.

 

Gas hat einen sehr hohen Brennwert zwischen 7.000 und 10.500 kcal.

 

Bei niedrigen Temperaturen oder in großen Höhen (dünner Luft) nimmt die Leistung des Kochers allerdings deutlich ab. Butan bildet unterhalb seines Siedepunktes von −0,5 °C keine brennbaren Gase mehr und lässt sich deshalb nicht mehr aus dem Gasbehälter entnehmen.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher eher ungeeignet. In der kalten Jahreszeit kann dieser Kocher nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur mit geeigneten Gasbrennern genutzt werden.

Zudem ist im Flucht- oder Krisenfall eine Beschaffung von geeigneten Gaskartuschen nicht immer möglich.

Die Kocher sind jedoch unter idealen Umständen sehr gut zum Zubereiten von vollwertiger Nahrung geeignet.

 

Für die häusliche Krisenvorsorge sind Gaskocher besonders empfehlenswert, da diese Kocher im Wohnraum betrieben werden kann.

 

Benzinkocher

 

Benzinkocher ist die Bezeichnung für Kocher, die zur Wärmeerzeugung Benzin verbrennen. Der Brennstoff wird per Druckförderung von dem Vorratsbehälter zur Verbrennung geleitet, wozu die Brennstoffflasche mittels einer eingebauten Handpumpe unter Druck gesetzt werden. Um den Kraftstoff direkt aus dem flüssigen Zustand heraus verbrennen zu können, wäre eine sehr feine Zerstäubung nötig. Die dafür benötigten hohen Drücke lassen sich jedoch nicht mit einem für Kocher vertretbaren Aufwand erzeugen, weshalb hier stets das Prinzip der Vergasung bzw. Verdampfung eingesetzt wird.

Die Kocher können in allen Temperaturbereichen und Höhen verwendet werden, sodass diese auch gerne bei Expeditionen verwendet werden.

Zudem ist der Brennstoff fas überall erhältlich. Neben Reinbenzin kann auch Waschbenzin, Feuerzeugbenzin, Reinigungsbenzin sowie jeder Ottokraftstoff von der Tankstelle oder dem verlassenen PKW verwendet werden.

 

Der Betrieb von Benzinkochern ist im Vergleich zu den Alternativen wenig komfortabel. Um einen Benzinkocher in Betrieb zu nehmen, muss dieser zuerst vorgeheizt werden. Während dieser Zeit verbrennt der Kraftstoff mit gelber und rußender Flamme.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind diese Kocher gut geeignet. Ottokraftstoff werden Sie vermutlich auch im Krisenfall überall bekommen.

 

Mehrbrennstoffkocher/ oder Expeditionskocher

 

Beschaffen Sie sich für Ihren Fluchtrucksack einen Mehrbrennstoffkocher. Diesen können sie letztlich mit fast allen Brennstoffen wie Reinbenzin, Waschbenzin, Feuerzeugbenzin, Reinigungsbenzin, Otto-Kraftstoff, Petroleum, Diesel, Heizöl und Kerosin betreiben.

 

Die Funktionsweise ist ähnlich dem des reinen Benzinkochers. Allerdings ist die Inbetriebnahme etwas aufwändiger und bedarf ein wenig Übung.

 

Die Brennstoffe sind im Krisenfall relativ leicht erhältlich. In einem verlassenen Haus mit Heizöltank oder dem alten Auto auf dem Schrottplatz kann unter Umständen der Vorrat an Brennstoffen aufgefüllt werden.

 

Fazit: Für den Fluchtrucksack sind Mehrbrennstofkocher bestens geeignet.

Mehrbrennstoffkocher können mit fast allen Mineralöl basierenden Brennstoffen betrieben werden. Je nach Modell müssen hierzu lediglich die Düsen ausgetauscht werden. Moderne Mehrbrennstoffkocher können mittlerweile alle genannten Flüssigbrennstoffe ohne Düsentausch verbrennen.

Petroleum, Otto-Kraftstoff, Diesel, Heizöl oder Kerosin sind jedoch nur im Notfall /Krisenfall zu verwenden. Diese Brennstoffe brennen sehr geruchsintensiv ab, was nicht immer so Gesundheitsfördernd ist.

 

Die Kocher dürfen allerdings NICHT mit alkoholhaltigen Brennstoffen betrieben werden!!

 

 

Wie im Beispiel zu erkennen, könen meist Brennstofflsche und Brenner von unterschiedlichen Herstellern kombiniert werden.

Das Gewinde der Brennstofflasche und das der Pumpe ist bei den meisten Produkten identisch.

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Marco Hummel © Der Survival Profi - Page last updated: 08.03.2019